Texte / Rezensionen

Christoph Ribbat Eins ist die einsamste Nummer

Christoph Ribbat
Eins ist die einsamste Nummer

»In der Fotografie«, sagt Jeff Wall, trete »die wortlose, anonyme Poesie der Welt zuerst, ja wahrscheinlich zum allerersten Mal zu Tage.« Ihre Schönheit wurzle »in der großen Collage, als die sich das tägliche Leben darstellt: jene[r] Kombination völlig konkreter und spezifischer Dinge, die, von allen und niemandem geschaffen, greifbar werden, sobald sie sich zu einem Bild fügen.«1

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Freilaufende Bilderherden

Göran Gnaudschun

Freilaufende Bilderherden

2013, Mrz 28th

 

Nichts ist so einfach wie es scheint.

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Ein junges Mädchen sitzt rittlings auf einem jungen Mann. Ihre DocMartens und die karierte Hose lassen auf einen subkulturellen Hintergrund schließen. Wir befinden uns am Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts. Der Müll auf der zertretenen Wiese gehörte scheinbar Open-Air Besuchern, die sich schnell von Überflüssigem entledigen wollten. Die Finger des Mädchens drücken den Rücken des jungen Mannes mit dem schwarzgefärbten vollen Haar an sich. Es ist kalt, jedenfalls lugen auch aus ihrem anderen Ärmel nur die Finger, die den Schulterbereich umschließen. Weißgeblitzt hell scheint uns der Schriftzug „simple.“ entgegen, den der junge Mann auf dem Rücken trägt.

Bei Ute Behrend haben Kinder oft etwas in der Hand.

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...nichts als des Schrecklichen Anfang / Dr. Kerstin Stremmel

...nichts als des Schrecklichen Anfang

Dr. Kerstin Stremmel
Zimmerpflanzen von Ute Behrend

Der Titel von Ute Behrends Werkgruppe und ihrem gleichnamigen Buch könnte eine Anleitung zur sorgsamen Begrünung der Lebenswelt sein, ein Kompendium für üppig Blühendes. Zimmerpflanzen lassen sich, auch wenn die Zeiten der Orangerien vorbei sind, durchaus unter soziologischen Aspekten betrachten, selbst in Gartenfibeln ist davon die Rede, dass in den 1980er und 1990er Jahren angesichts der zunehmenden Umweltzer­störung die Innenraumbegrünung immer stärker in das Interesse rückte. Eine Flucht­bewegung wird also, möglicherweise, angedeutet. Sie scheint selten zu gelingen, die Untertöne stimmen skeptisch, eine Geigenfeige wirkt ähnlich aggressiv wie der Rottweiler auf dem Bild nebenan, der Umgang mit den Pflanzen ist nicht immer liebevoll, sondern erzählt von Ver­nach­lässigung (vertrocknete Palme) oder heilloser Geschmacks­verirrung (Chrysanthemen): Mitsamt ihren kleinen Plastiktöpfen wurden diese Blumen so in Hydrokulturen versenkt, dass sie wie Ertrinkende wirken.

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Peter V. Brinkemper / Small Silent City

Peter V. Brinkemper
Ute Behrend: Small Silent City

Fotografie sei nicht im Stande zu erzählen, so lautet ein landläufiges Vorurteil. Das bildliche Medium, zumal das unbewegte Einzelbild füge einem Text, einer gedruckten Information, Analyse oder einer Geschichte keine weitere Dimension hinzu, es könne sie allenfalls illustrieren. Andere behaupten dagegen, dass sich wahre, aber auch inszenierte und fiktive Begebenheiten, Geschichten und Erzählungen sehr wohl in prägnante Momente verdichten, in plastische Szenen und übertragene, poetische Bilder, die von sich aus bereits zur Visualisierung tendieren.

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Dr. Barbara Engelbach / Ute Behrend – Märchen

Dr. Barbara Engelbach
Ute Behrend – Märchen

Präsentation anlässlich des Toyota-Fotokunstpreises 2004

„Märchen sind mehr als Kindergeschichten ... Sie entfalten grundsätzliche Wahrheiten und Weisheiten. Wenn es ein kollektives Unbewusstes gibt, so sind Märchen sicherlich dort fest verankert und wer bereit ist, sich auf sie einzulassen, kann sie überall finden – wohlwissend, dass alles immer gut ausgehen wird.“ U.B.

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Kerstin Stremmel / Die Kraft des Zaubers

Kerstin Stremmel
Die Kraft des Zaubers

Märchen von Ute Behrend

Aus den alten Zeiten, in denen das Wünschen noch geholfen hat, stammen Erzählungen, deren Fundus kollektiver Bilder uns noch immer prägt. Mittlerweile gelten Märchen durchaus wieder als bildmächtige, pädagogisch weitgehend unbedenkliche Geschichten mit identifikatorischer Wirkung, die die Phantasie anregen und unter bestimmten Voraussetzungen befreiend wirken können.

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"Photnews" Juli/August 2004

"Photnews" Juli/August 2004
Neue Märchen und Zimmerpflanzen
Sabina Schmidt Galerie, Köln
05.06.-04.9.2004

von Dennis Brudna

Märchen sind kein wirkliches Tagesthema. Für Hexen, Kobolde, Prinzessinnen allerlei Fabelgetier ist außerhalb des Reservates einer kindlich naiven Seelenwelt nur wenig Platz. Obgleich sie häufig als alltagsdienliche Allegorien und weisheitgesättigte Erfahrungssedimente wissenschaftlich aufgewertet werden, kommen sie gegen die märchenhaft verworrene Wirklichkeit nicht an. Ein Marketing - Problem-. Denn die, die uns täglich via Medien und realpolitischen Kleinkunstbühnen mit moderne "Märchen" versorgen, verfügen offensichtlich über weit raffinierter Erzählweisen als die naiv aufrechte Märchenwelt mit ihren überschaubaren Gleichungen zwischen Gut und Böse, Moralisch und Unmoralisch oder Hässlich und Schön.

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Katalogtext: dem Engel auf der Spur

Katalogtext
dem Engel auf der Spur
Nassauischer Kunstverein, Wiesbaden 2003

Was haben "Astronauten " im Rhein mit einer unter einer Palme zerborstenen Lampe zu tun?
Und was eine schlafende Partygängerin neben einer Wiese mit blühendem Wollgrass? Zunächst einmal gar nichts. Es entspricht jedoch der künstlerischen Vorgehensweise von Ute Behrend, völlig voneinander unabhängiges Bildmaterial in sorgfältig ausgewählte Bildkombinationen zu fügen.

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...Um gute Geschichten zu erzählen, braucht man ein vielseitiges Vokabular und ein gutes Gespür für den spannendsten Augenblick. Die Fotografin Ute Behrend ist eine Geschichtenerzählerin, nur daß sie an Stelle von Worten die Kamera benutzt. Dabei nimmt sie nicht einfach nur irgendwelche erzählerischen Momente auf, sondern sie stellt sich am Anfang jeder neuen Serie selbst ein Thema. An dem forscht sie dann lange Zeit herum, recherchiert und sucht passende Bilder dazu......

Silke Hohmann, Frankfurter Rundschau, 13.7.02

...Ihr assoziativer Grundgestzs findet scheinbar eine Fortstzung in der Serie "Märchen.Fairy Tales" von Ute Behrend. Sie stellt Bildpaare vor, die auf die kindliche Phantasiewelt zurückweisen, an geträumte und erinnerte Szenerien aus allseits bekannten Märchen anknüpfen. Die hinzugestellten, im weitesten Sinne porträthaften Aufnahmen verstärken den Aspekt von Unglück und Verlorenheit, der in den Märchenszenerien vorherrscht: Reminiszenzen an keineswegs idyllische Verhältnisse und angsterfüllt kindliche Erlebnisse, die retrospektiv zumeist von Erinnerungen an familäre Behausungen und Geborgenheit überdeckt werden....

Photo News 7/02 zur Asstellung "Heimat" im Kunsthaus Dresden

Katalogtext
"Kunst macht Schule"
Ein projekt der Staatskanzlei des Saarlandes - Stabstelle Kultur
Saarbrücken 03/2002
Assoziative Fotgrafie

Im Unterschied zum gemalten Bild wird einem Foto meist ein höheres Mass an Authentizität und Dokumentation zugewiesen, da es vorgibt, einen Ausschnitt der Realität wiederzugeben. Stärker als die Malerei, die deutet, scheint die fotografische Darstellung neutral zu berichten. Für Ute Behrend ist die Fotografie dagegen in erster Linie ein erzählendes Medium. In ihren Fotoarbeiten entstehen "Erzählungen" dadurch, dass 2 Bilder in einen Dialog miteinander gebracht werden. Behrend stellt im Foto festgehaltene Realitätsausschnitte mit einem sensiblen Blick für aussagefähige Bezüge negeneinander. Ihre Aufnahmen, die sich durch intensive Farbigkeit und ausgeprägte Lichtkontraste auszeichnen, zeigen Menschen, meist Mädchen, Frauen, Kinder, Natur oder auch banale Dinge der alltäglichen Lebenswelt in beiläufig wirkenden Situationen. Indem Behrend auf den ersten Blick unzusammenhängende Bilder gezielt miteinander kombiniert, erreicht sie einen irritierenden, häufig auch ironischen Kommentar, der neue Assoziationen freisetzt.

Vera Gliem

Märchenwelt
Sabina Schmidt Galerie, Köln
5.11.1999-29.2.2000

von Wolfgang Vollmer/Camera Austria 70/2000

"Märchen und Zimmerpflanzen" ist der Titel der aktuellen Ausstellung von Ute Behrend bei der Sabine Schmidt Galerie in Köln. Was hat Hans im Glück mit einem Gummibaum zu tun? Der ungewöhnliche Titel verweist auf zwei Positionen unseres Lebensraums. "Märchen" steht wohl für die vergangene und erträumte Welt voller Erinnerungen, vielleicht den mentalen Rucksack, mit dem wir uns auf unserem Weg in die Zukunft auseinandersetzen müssen. "Zimmerpflanzen" scheint dagegen für die von uns erschaffene eigene Wohnwelt, voller Privatheiten, begrenzt und intim zu stehen. Der Rückzug hier her ist die Wiederholung unserer mitgebrachten Wünsche auf anderer und selbstbestimmterer Ebene. Die notwendige Distanzierung zur Aussenwelt erlaubt nun die Realisierung einer eigenen Wohnwelt-Ausschmückung.
Diese mit direkter Emotion geformte Sichtweise der Dinge ist in Ute Behrends Bildern immer wieder Thema: Der aufregende Werdegang eines Mädchens vom Kind zur Frau oder die unverblümte Rolle der selbstbewussten Messe-Damen für Erotik (siehe: Girls,some boys and other cookies, Scalo sowie Camera Austrie 64 S.93). Jedesmal sind ihre Arbeiten geprägt vom direkten Miterleben und von der Suche nach dem Gehalt dahinter. Sie spürt mit einer eigenen Formensprache Orte und Zeichen auf, sucht Signale und scheinbare Zufälligkeiten. Die Fotografin hat für ihre Kunst eine Form gefunden, die dem Medium und ihrer Intention ideal entspricht.
Jede Arbeit besteht aus zwei gleichgrossen Fotos, und der Betrachter kann gar nicht anders und beginnt zwischen diesen beiden Bildern hin und herzupendeln, Verbindungen herzustellen und Vergleichbares zu suchen. Das Entdecken dieser hinter dem ersten Anschein liegenden Bedeutungsebene ist nicht vorgegeben und festgelegt, sondern bleibt offen.
Ute Behrends Arbeiten sind mit privater Kamera aufgenommene Szenen, Details des täglichen Lebens: Personen, Kinder, Pflanzen, Haushaltsgegenstände und Möbel. Der Blick ist liebevoll emotional und subjektiv. Die beiden Fotografien lösen etwas aus, das auch unsere Erinnerung wach werden lässt.Ein Vorhang, ein Teppich ruft zeiten, Geschehnisse und Erinnerungen unserer Jugend wach. Und es stellen sich nicht nur Erlebnisse vergangener Tage ein, sondern auch die damaligen Wünsche und Vorstellungen über unsere Zukunft, der naive verträumte Blick aus einem behüteten Umfeld heraus mit Illusionen und märchenhaften Idealen.
Ute Behrends Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Geschichte scheint exemplarisch zu sein. Ein Flokati ist eben nicht nur ein Fussbodenbelag der Siebziger! In einer eigenen Sprache erzählen ihre Bildpaare von den erfolglosen Versuchen, den Ballst der Erinnerungen abzuschütteln und den Stimmungen der Vergangenheit zu entfliehen. Sie fordern auf diesen Traum weiterzuträumen und zu akzeptieren, Ute Behrend gelingt hier ein romantischer Exkurs in die tiefgründigen Landschaften unserer Gedanken und Gefühle.

 

...ein bisschen fühlt man sich wie Gulliver, in einer Bildwelt zwischen Traum und Wirklichkeit, Künstlichkeit und Realität. Fehlt nur noch, dass die gute Fee mit den drei Wünschen vorbeirauscht...

Stadt Revue 1/00 zur Ausstellung "Märchen und Zimmerpflanzen" ,
Sabine Schmidt Galerie,Köln

...Stein führte ein Frauenleben par excellence, indem sie ihre Kindhaftigkeit bewahrte. Sie trug rustikale Sandalen und keine fürchterlichen Kampfstiefel a la Tank Girls. Die junge Kölner Fotografin Ute Behrend ist jedoch überzeugt, daß "mutige Mädchen vernünftige Schuhe brauchen, damit sie abhauen können, wenn es gefährlich wird". Allein dieser und nur dieser Satz ziehrt ihren Fotoband "Girls some boys and other cookies": Eine lebensnahe und unpretentiöse Bestandsaufnahme des weiblichen Erwachsenwerdens in den neunzigern. Der Satz ist auf eine Fotografie gedruckt, die nicht Dornröschen , sondern eine vollbusige Frau im engen, weißen Partykleid zeigt, ihre in Nylonstrümpfe gehüllten Beine enden in weißen Stöckelschuhen. Abhauen als Stolperparcours? Nicht erst seit Thelma und Louise ist das ein Frauenthema.
Girls: Ein fotografietaugliches Leben, das nach poetischen, lieblichen und bunten Bildern von kleinen "Prinzessinen" und sexuell noch unreifen Frauen schreit, garniert mit Tieren, Blumen und anderem Tand. Behrend thematisiert ganz direkt diesen von konventionen und Klischees befrachteten weiblichen Alltag. Die Bilderabfolge thematisiert denn auch den Übergang von den kindlichen Freiheiten zur Determiniertheit der Rolle als Frau. Sammlungen von benutzten Tampons, wie dies feministische Bad Girls genüßlich präsentieren würden, bleiben einem erspart. Kultivierte Rollenmodelle geraten jedoch dennoch ins Wanken. In den Fotos schimmert keine Aufklärung oder Psychologie durch, vielmehr wird die Welt aus der Froschperspektive angeschaut: nicht wie sie sein sollte und leider nicht ist, sondern wie sie erlitten und erlebt wird, nämlich schräg.
Ute Behrends Bucherstling ist ein fotografischer Glücksfall. Ein Buch, das das poetische Gesetz, nach dem das Schwere leicht zu machen sei und das Wichtigste nur nebenbei verhandelt werden darf, auf den Kopf stellt: Das kleine und gewöhnliche wird lebensgross. Wenn die Mädchen in diesem Buch eine eigene Gestalt annehmen, dann mag das mit der Gefühlskindlichkeit der Fotografin zu tun haben. Behrend kann die emotionalen Grössenverhältnisse von unten wahrnehmen, und sie beherrscht die seltene Kunst, Kindern auf Kniehöhe zu begegnen und nicht von oben herab.
Das Buch bringt das ästhetische Gleich-Gewicht vom Blick in die Wolken und vom spielenden Mädchen , vom Rehlein im Schneewald,und von der unscharfen Barbiepuppe, von umgeschnallten Plastikbrüsten und an Türklinken hängenden Babyschnullern sowohl authentisch wie auch sentimental, sowohl unmittelbar wie auch poetisch in eine kluge Balance. Linkes und rechtes Motiv stehen auf einer Doppelseite nicht in einem abstrakten oder gar sinnlosen Zusammenhang, sondern vermischen sich zu sorgsam codierten Bildpaaren. Keine Muttertagsfotografie. Keine rosarote Babywelt. Kein feministischer Bildersturm. It`s a girls world!...

Paolo Bianchi,Pubertät der Ästhetik, Assoziationen im Spiegel von Kindheit, Selbstsubversion, Techno und Familie, Kunstforum Bd. 135 Okt. 96-Jan.97

..."Girls, some boys and other cookies" ist ein kurzweiliger und immerwieder überraschender Gegenentwurf zur vorherrschenden, medial aufgeschäumten Heiterkeit, die unsere Sichtweise auf das Leben, die Liebe, die Welt diktiert...

Martin Zitzlaff, Kölner Stadtanzeiger 24/25.8.96

...ein buntes Bilderbuch über Mädchen, das fast zur Hälfte mit träumerischen Blüten bestückt ist, läßt billigen Kitsch befürchten. Die Kölner Fotografin Ute Behrend jedoch macht aus der abgedroschenen Metapher lebensprallen Realismus. Girlies und Vamps, Märchenprinzessinen und Rotzgören spielen knutschen und zeigen sich auf Schnappschüssen, deren Buntheit in exakter Laborarbeit gesteuert wird. So sehen wir in den schönsten Farben auf der letzten Seite den sprichwörtliche Hahn im Korb: hier ein hilfloses Gummitier, dem der Schnabel mit einem Sektkorken gestopft wurde – etwa von einem Mädchen?...

Andrteas Langen, Die Woche 12.7.96

...diese Paarung von Ereigniss und Banalität erscheint vollkommen selbstsicher, ihre Ansammlung ist nicht beliebig, ihre "Dekonstruktion" von Öffentlichkeit nicht konzeptionell überlastet.Wenn man so will, eine ausschnittartige Korrespondenz von Leben und medial geprägter Öffentlichkeit, von Alltag und den kurzen Momenten, die in der Art wohl nur von der Fotografie übertragen werden können. Klug gesehen, richtig konzipiert und mittels aufgeladener Ästhetik und reduzierter Zitattechnik intelligent zusammengesetzt wirken die Bilder sehr überzeugend...

Matthias Lange Pakt 3/96

...Ihr assoziatives Grundgesetz findet scheinbar eine Fortsetzung in der Serie "Märchen.Fairy Tales" von Ute Behrend. Sie stellt Bildpaare vor, die auf die kindliche Phantasiewelt zurückweisen, an geträumte und erinnerte Szenerien aus allseits bekannten Märchen anknüpfen. Die hinzugestellten, im weitesten Sinne portraithaften Aufnahmen verstärken den Aspekt von Unglück und Verlorenheit, der in den Märchenszenerien vorherrscht: Reminiszenzen an keineswegs idyllische Verhältnisse und angsterfüllt kindliche Erlebnisse, die retrospektiv zumeist von Erinnerungen an familäre Behausungen und Geborgenheit überdeckt werden....

Photo News 7/02 zur Asstellung "Heimat" im Kunsthaus Dresden